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unilogo Universität Stuttgart 
Institut für Formale Methoden der Informatik

Didaktik der Informatik (SS 2005)

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Pflichtbereich des Lehramtsstudiums Informatik, Wahlfach (inf und swt)


Vorlesung2V
Dozentin:Dr. N. Weicker
Termin:Freitag, 9:45 Uhr, Seminarraum 0.108

Ziele

Wir wollen in dieser Vorlesung der Frage nachgehen, was das Besondere an der Art des Wissens, Denkens und Handelns eines Informatikers ist und welche didaktische Methoden geeignet sind, um dieses zu vermitteln. Die notwendigen allgemeindidaktischen Grundlagen werden gelegt und in Bezug zur Vermittlung von Informatik gesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt wird der Bereich E-Learning sowie die didaktische Aufbereitung von wissenschaftlichen Vorträgen sein. Ausserdem werden fachdidaktische Planungen ausgewählter Veranstaltungen erarbeitet.

Methoden

Die Vorlesung wird sich aus vielen verschiedenen Formen der Vermittlung zusammensetzen: Impulsreferate vermitteln das Grundlagenwissen; Gruppenarbeit, Interviews, Diskussionen und z.T. auch Hausarbeiten ergänzen die Vorlesung.

Voraussetzungen

Grundlagen aus der Informatik, speziell Einführung in die Informatik I,II

Vorlesungsinhalte

  1. Was ist Informatik?

  2. Was sind die Anforderunge an einen Diplom-Informatiker und wie werden diese Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten vermittelt?

  3. Allgemeindidaktische Grundlagen

  4. Welches Lernmodell ist wann in der Vermittlung von Informatik sinnvoll?

  5. Welche Lernziele verfolgen die unterschiedlichen Lehrformen?

  6. Motivation

  7. E-Learning

  8. Konkrete fachdidaktische Planung einzelner ausgewählter Veranstaltungen

  9. wissenschaftliche Vorträge didaktisch vorbereiten und halten

  10. Zusammenfassung: was ist das Besondere an der Art des Wissens, Denkens und Handelns eines Informatikers und was sind geeignete didaktische Formen, dies zu vermitteln


Materialien

Erster Termin: Lernen

Zweiter und dritter Termin: Kompetenzmodell, Lernziele, Fundamentale Ideen der Informatik

Vierter Termin: Definitionen der Informatik, Charakteristika der Informatik und daraus abgeleitete Lernziele

Hausaufgabe: Welche Lernziele erfüllen die Kriterien der fundamentalen Ideen?

Hausaufgabe: weitere Charakteristika und Lernziele

Siebter Termin: Lerntheorien

R.M. Felder and L.K. Silverman, "Learning and Teaching Styles in Engineering Education," Engr. Education, 78(7), 674-681 (1988). The article that originally defined the Felder-Silverman model and identified teaching practices that should meet the needs of students with the full spectrum of styles. The paper is preceded by a 2002 preface that states and explains changes in the model that have been made since 1988.

Neunter Termin: Programmierlehre

Tafelbild: Wiederholung

Tafelbild: Arbeitsauftrag der Gruppenarbeit zum Thema Unterrichtsformen

Hausaufgabe: Analyse einer Lehrveranstaltung

Tafelbilder von Wolfgang Schmid (zip-Datei, ca. 46 MB)

Lehrmethoden

Arbeitsblatt: Kooperatives Lernen in Übungsgruppen


Seminar-Leitfaden: Anmerkungen zum Vortrag und der schriftlichen Ausarbeitung


Literatur

  • Sigrid Schubert, Andreas Schwill (2004), Didaktik der Informatik

  • Peter Hubwieser (2000), Didaktik der Informatik: Grundlagen, Konzepte, Beispiele Berlin, Springer

  • Rüdiger Baumann (1996), Didaktik der Informatik Stuttgart , Klett

  • Marc J. Rosenberg (2001), E-learning New York, McGraw-Hill

  • Jerome S. Bruner (1976), Der Prozess der Erziehung Düsseldorf, Berlin-Verlag. Annotation: Begründer der fundamentalen Ideen

  • Sigrid Schubert (2001), Fundamentale Ideen und deren Herleitung Folien zur Vorlesung Didaktik der Informatik I, WS 01/02 in Dortmund

  • F. Schweiger (1992), Fundamentale Ideen - eine geistesgeschichtliche Studie zur Mathematikdidaktik In: Journal für Mathematikdidaktik, 2/3, pp. 199-214

  • Andreas Schwill (1993), Fundamentale Ideen der Informatik In: Zentralblatt für Didaktik der Mathematik , 1, pp. 20-31. Annotation: Es herrscht allgmein Konsens, dass die Fortschritte des Wissenschaft Informatik nicht mit gleicher Geschwindigkeitfür den Schulunterricht zugänglich gemacht werden können. Daher müssen sich die Inhalte im Informatikunterricht bis auf weiteres nach den langlebigen Grundprinzipien und Denkweisen der Informatik richten. Dieses erstmals von J.S. Bruner 1960 fachneutral formulierte Prinzip der Orientierung des Unterrichts an fundamentalen Ideen greifen wir in diesem Artikel auf. Nach einer Einführung in die Hintergründe der Brunerschen Überlegungen werden fundamentale Ideen der Informatik entwickelt und Vorschläge präsentiert, wie diese Ideen im Unterricht vermittelt werden können.

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